Bildrechte: Bezirksrat Döhren-Wülfel

„Lange Wege für kurze Beine.“ Unter diesem Motto fragte die SPD auf der jüngsten Sitzung des Bezirksrates Döhren-Wülfel Mitte August 2017 im Freizeitheim Döhren nach besseren Überwegen für Schulkinder im Bereich der südlichen Fiedelerstraße. „Vor allem Schulkinder auf dem Weg zur Grundschule Suthwiesenstraße klagen über Probleme beim Queren der Fiedelerstraße in Höhe des alten Friedhofes bzw. der Helenenstraße. Wegen der Straßenbreite fühlen sie sich sehr unsicher; schließlich herrscht reger Autoverkehr“, meinten die Sozialdemokraten.

Die Antwort der Stadt: „Optimal, auch mit Hinblick auf den Zustand der Straßen, wäre eine grundhafte Erneuerung des Straßenabschnittes mit geringeren Fahrbahnbreiten der Fiedelerstraße und den Knotenpunktanbindungen der Helenenstraße. Aus so einem Gesamtkonzept sind auch Teillösungsansätze möglich. Diese beschränken sich lediglich auf die bauliche Verbesserung einer Querungsstelle. Aufgrund der vorhandenen Fahrbahnbreite von ca. 10,00 m besteht zwischen den einmündenden Fahrbahnen der Helenenstraße und unter einseitiger Verringerung der nordwestlichen Gehwegbreite der Fiedelerstraße, die Möglichkeit eine Mittelinsel einzurichten. Dies setzt voraus, dass sich hier die Stelle mit den häufigsten Querungen der Fahrbahn befindet.“

In einer weiteren Anfrage griff die SPD-Fraktion das Bauvorhaben an der Seelhorst auf. Sie stellte fest: „Wie der Hannoverschen Zeitung zu entnehmen ist, plant ein Investor im Bereich des Alten Jagdhaus auf dem Gelände der brandgeschädigten und nunmehr bereits abgerissenen alten Laves-Bauten die Errichtung von Wohnungen“ und fragte, „warum wurden weder der zuständige Bezirksrat noch Anlieger frühzeitig über diese Pläne informiert?“ Außerdem wollten die Sozialdemokraten wissen, ob es weitere Pläne zur Bebauung dieses schützenswerten Naherholungsgebietes gibt. Die Stadt verteidigte sich: „Da der Verwaltung keine Informationen zum bevorstehenden Baubeginn vorlagen, konnten auch Bezirksrat und Nachbarschaft nicht informiert werden. Das Gebäudeensemble auf dem Grundstück Vor der Seelhorst gilt als „sonstiges Vorhaben“ im Außenbereich. Deshalb wurden 2016 folgende Baumaßnahmen genehmigt. Der Saal (Brandschaden) wird durch einen Neubau mit 4 Wohnungen ersetzt, die Remise wird unter Verwendung von Originalteilen wieder aufgebaut. Das Jagdhaus (Restaurant) wird weiter genutzt. Die Ruine des Kutscherhauses wird abgerissen.“ Weitere Bauprojekte soll es aber nicht geben. „Über die jetzt genehmigten Baumaßnahmen hinaus gibt es keine weiteren Baurechte. Weiter gehende Baumaßnahmen sind unzulässig“, heißt es in der Antwort weiter.

„Die Landeshauptstadt Hannover wird aufgefordert, den Schulhof und -sportplatz der Grundschule Loccumerstr. für Kinder, Jugendliche und Heranwachsende aus dem Stadtteil Wülfel außerhalb der Unterrichts- und Betreuungszeiten umgehend zu öffnen.“ Dies beschloss der Bezirksrat einstimmig auf Antrag der SPD. Bezirksratsfrau Brigitta Miskovic: „Für die Kinder, Jugendlichen und besonders die Heranwachsenden steht in Wülfel keine Aufenthaltsmöglichkeit während ihrer Freizeit und für sportliche Aktivitäten zur Verfügung. Die Öffnung des Schulhofs und -sportplatzes der Grundschule Loccumerstr. außerhalb der Unterrichts- und Betreuungszeiten würde dem drängenden Problem rasch Abhilfe schaffen. Nach Absprache mit der Schulleitung spricht nichts gegen eine Öffnung des Schulhofs.“

Ebenfalls auf Antrag der Sozialdemokraten und ebenfalls einstimmig bat der Bezirksrat außerdem, im Bereich der Straßenbahnhaltestelle „ Am Mittelfelde“ zusätzliche Fahrradbügel zu installieren.“

 

JS